Dienstag, 19. Mai 2015

Rezension: Die Spur der Tränen - Mark Neustädter

Über das Buch


Autor: Mark Neustädter
Erscheinungsdatum: März 2015
Seitenzahl: 333 Seiten
Verlag: Sieben Verlag
ISBN: 9783864433122

Inhalt [Klappentext]


"Die fünfjährige Ann-Kathrin verschwindet spurlos. 
Zwei Jahre später stellt die Polizei die Suche ein. Zur selben Zeit wird dem Vater ein Glas Honig zugesandt. Sind darin die Tränen seiner Tochter konserviert? Eine irrsinnige Vermutung - trotzdem macht sich der Journalist Fritz Zweiheiliger auf die Suche nach dem Mädchen. Er folgt der Spur des Honigs nach Nordspanien und muss sehr bald erkennen: Nur wenn er das Mädchen findet, kann auch er sein Leben retten."


Meine Meinung


Diese Buch hat mich innerlich gespalten! 
Gelesen habe ich es im Rahmen der Leserunde. HIER gab es meine Updates und auch meine "kurze" Meinung zum Buch.
Ich fange mal mit dem an, was mir wirklich gut gefallen hat (und was am Buch auch das wichtigste ist): der Inhalt. Die Geschichte war toll. Ein fünfjähriges Mädchen verschwindet, die Polizei hat alle Hoffnung aufgegeben, doch der Vater glaubt nicht an den Tod seiner Tochter. Und hier kommt der Journalist Zweiheiliger ins Spiel. Er soll herausfinden, was tatsächlich passiert ist. 
Während mir der Vater der kleinen Ann-Kathrin wahnsinnig unsympathisch war, fand ich Zweiheiliger nach und nach immer sympathischer. So ein verquerer Charakter, dass man gar nicht anders kann, als mit ihm zu fühlen, ihn zu mögen, fast schon ein bisschen Mitleid zu empfinden. 
Mark Neustädter (Oliver Kern) arbeitet hier mit einigen tollen Bildern und Doppeldeutigkeiten, die anfangs verwirren, aber mit jeder Seite immer verständlicher werden, mehr Sinn ergeben und immer mehr Spannung erzeugen. Man wartet fast schon darauf, dass eine weitere Überraschung kommt, eine weitere Wendung alle Vermutungen untergräbt und einen schier verzweifeln lässt, weil man einfach nicht weiß, was denn nun wirklich passiert ist. 
Das weiß man übrigens bis zum vorletzten Kapitel nicht. Da ist Spannung vorprogrammiert!
Nebenher macht man einen tollen Spaziergang (eine spannende Ermittlungsreise) durch Nordspanien. Die im Buch beschriebenen Orte gibt es wirklich und vom Autor selbst bereist werden sie auch toll beschrieben. Jetzt habe ich fast schon Lust dort Urlaub zu machen.... Naja fast. Ist ja schließlich ein Thriller. ;-)
Mit den Charakteren und den Orten hatte ich eine tolle Zeit. Und die Auflösung des Falls war so UNGLAUBLICH, dass ich mich frage, was manchmal in so einem Autorenkopf vor sich geht (das ist nichts gegen dich, Oliver! Aber jetzt mal ehrlich: Was geht manchmal in deinem Kopf vor, dass du solche Ideen hast!?!).
Also ihr merkt schon, die Geschichte hat mir super gefallen. Aber wie ich am Anfang schon geschrieben habe, hat mich das Buch innerlich gespalten. 
Nicht so toll war der Lesefluss. Gut geschrieben war es, leicht zu verstehen und trotzt der nicht immer einfachen Thematik (es ging, wie ihr euch denken könnt, auch viel um Honig und Bienen) und vielen Wendungen hatte ich keine Probleme mitzukommen. Schwierig wurde es für mich, als ich immer wieder Fehler im Text gefunden habe. Der ein oder andere Rechtschreibfehler oder Tippfehler stört mich nicht, der rutscht bei der Korrektur schon mal durch. leider wurde es zweitweise aber so ansengend, dass ich nicht weiterlesen konnte, obwohl ich es so spannend fand. Ich habe angefangen mich an den Fehlern aufzuhängen und habe vom Inhalt immer weniger mitbekommen. Die ersten Abschnitte gingen auch ganz gut, aber je weiter ich kam, desto anstrengender fand ich es.
Mich stört das besonders, wenn dadurch der Sinn verändert wird und auch das war leider manchmal der Fall. Sehr schade, wie ich finde.

Dennoch war das Buch gut und abgesehen von den Tippfehlern habe ich nur noch eins zu bemängeln: Ich will mehr von Zweiheiliger lesen. Jetzt. Sofort! Aber das ist doch eher etwas Positives.


Fazit


Lange habe ich bei meiner Bewertung geschwankt, aber ich gebe 4/5 Blumen. Denn obwohl mich die Rechtschreibfehler sehr (und ich meine SEHR!) gestört haben, hat mir der Rest des Buches doch super gefallen. Die Geschichte war spannend, außergewöhnlich und die Auflösung einfach genial!
Ihr steht auf Krimis und Thriller mit Wendungen, die ihr niemals erwartet habt? Mit Auflösungen, die ungewöhnlich und doch kreativ sind? Ihr liebt Beschreibungen von Orten, bei denen ihr das Gefühl habt, selbst schon einmal dort gewesen zu sein?
Dann werdet ihr mit "Die Spur der Tränen" euren Spaß haben!

❀❀❀❀


Das solltet ihr nicht versäumen




Über den Autor


Mark Neustädter ist ein Pseudonym des Autors Oliver Kern. Er wurde 1968 in Esslingen geboren, wuchs im Bayerischen Wald auf und lebt nun seit etwa 20 Jahren in der Region Stuttgart. Beruflich beschäftigt er sich hauptsächlich mit Marketing. Freiberuflich zeichnet er unter anderem Comics und Cartoons und beschäftigt sich mit Malerei und Illustration.
Wer mehr erfahren möchte klickt HIER.

Kommentare:

  1. Hallo Nadinchen,

    eine tolle Rezension und ich kann dir in deiner Meinung nur zustimmen. Mir hat das Buch und die Geschichte auch sehr gefallen und ich freue mich schon auf unsere Blogtour Ende Mai.

    Liebe Grüße,
    Uwe

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    1. Lieber Uwe,
      vielen Dank! :)
      Ich freue mich auch schon riesig auf die Blog-Tour!

      Viele Grüße!

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  2. Hallo und guten Tag,

    hey, wie schön hier hat jemand auch das gleiche Buch gelesen, wie ich.

    Die Spur der Tränen ....war ein interessanter Ausflug in die Seele und Befindlichkeit eines Menschen und wie er versucht ein Schicksal/Leben wieder in den Griff zu bekommen.

    LG..Karin...

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    1. Hallo Karin,
      auch ich fand das Buch wahnsinnig spannend! Zweiheiliger ist einfach ein toller Charakter. Jetzt hoffe ich ja noch auf einen weiteren Teil mit ihm, da ich gern noch mehr erfahren möchte!
      Viele Grüße,
      Quietschie

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  3. Na, für die Tippfehler kann Oliver ja letztendlich wenig. Da steht das Korrektorat in der Kreide. Aber ich kann dich schon verstehen, weil das den Lesegenuss trübt.
    Ich freue mich auf unsere Blog-Tour!
    Melissa

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    1. Hey Melissa,
      ich habe ja auch nicht Oliver dafür verantwortlich gemacht und mir hat das Buch ja auch wirklich gut gefallen. Es war für mich einfach sehr anstrengend.
      Ich freue mich auf alle noch folgenden Beiträge,
      Nadine

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