Freitag, 15. Mai 2015

Rezension: Devil's River - Thomas Thiemeyer

Über das Buch


Autor: Thomas Thiemeyer
Erscheinungsdatum: 02. März 2015
Seitenzahl: 512 Seiten
Verlag: Droemer Knaur
ISBN: 9783426517154

Inhalt [Klappentext]


"Es bedarf eines Ungeheuers, um ein Ungeheuer zu töten...
Kanada 1878. River, eine junge Frau vom Stamm der Ojibwe, muss miterleben, wie ihr Dorf von etwas heimgesucht wird, das kein Mensch sein kann. Die Hütten von einer gewaltigen Kraft zerstört, Männer und Frauen grausam ermordet, scheint eine uralte Legende zum Leben erwacht zu sein. River schwört Rache – und verbündet sich mit einem gesuchten Mörder.
England 2015. Durch den Tod ihrer Großmutter aufgerüttelt, begibt sich die Studentin Eve auf die Spur eines Familiengeheimnisses, das in der kanadischen Wildnis wurzelt ..."



Buchtrailer



Meine Meinung


Als Thomas Thiemeyer das erste Mal erzählt hat, dass sein neues Buch ein "Western" wird, war ich zugegebener Maßen etwas befremdet. Ich bin nicht die größte Freundin der Winnetou-Geschichte und hatte große Befürchtungen, ob mir dieses Buch überhaupt gefallen konnte.
Nun, meine Erwartungen an das Buch wurden übertroffen! Es hat nicht lange gedauert, bis ich von der Geschichte und den Charakteren gefesselt war. 
Besonders schön fand ich, dass das Buch nicht nur im 19. Jahrhundert sondern auch in der heutigen Zeit (und dann auch noch in London!!) spielt.
Dadurch gab es zwei Hauptcharaktere, beide Frauen, die so interessant waren, dass ich mich mit beiden gern mal zum Tee getroffen hätte :D
Die Geschichte der beiden war mit einer schönen Idee verwoben. Wer möchte denn nicht wissen, woher er kommt, wer seine Vorfahren sind. Das beides verbindet River und Eve und mit jeder Seite findet man mehr Gemeinsamkeiten, löst mehr Rätsel und findet immer neue Fragen.
Auch die Personen aus dem Umfeld von Eve und River haben mir sehr gut gefallen. Jeder Charakter, der eine Rolle in diesem Buch hatte, hat irgendwann eine Entwicklung durchgemacht. Und jeder einzelne hätte ruhig noch ein paar mehr Seiten bekommen dürfen. Mir war mit keinem von ihnen langweilig. Sehr gern hätte ich noch mehr über Scott erfahren. Bei ihm war ich mir nie sicher, ob ich ihn mögen soll oder nicht. Und mit jeder Seite war ich verwirrter, habe ihn kritischer betrachtet.
Thomas Thiemeyer hat es außerdem geschafft, die Landschaft einfach nur wundervoll zu beschreiben. (Lieber Thomas, hast du nicht vor, sie auch mal zu malen? Das wäre doch mal was!) Ich war noch nie in Kanada, geschweige denn in der Nähe des Riviere de Diable. Ich habe also keine Ahnung wie es da aussieht. Mit seinen Beschreibungen hatte ich allerdings das Gefühl, neben River zu reiten, mit ihr gemeinsam auf den Mont Tremblant zu steigen.

Mir ist es immer sehr wichtig, dass auch die Umgebung, in der die Personen sich befinden, stimmig ist und das war sie in diesem Buch auf jeden Fall.

Wenn ich jetzt so darüber nachdenke finde ich sogar das Thema sehr gut gewählt. Irgendwie einzigartig. Wie viele Romane zum Thema Indianer kennt ihr denn? Okay, also ein paar. Und wie viele davon sind Thriller? Und von einem deutschen Autoren geschrieben? Na, seht ihr!
Jetzt wäre es ja nur noch spannend zu wissen, ob wir noch mehr Bücher in dieser Richtung erwarten dürfen.
Wer hofft mit mir?

Nun, ich glaube, meine Meinung ist bereits deutlich geworden, aber dennoch komm hier mein

Fazit


Ein unglaublich fesselnder Thriller, dem es an nichts fehlt: Gefühl, Spannung, tolle Charaktere, es gibt natürlich auch ein paar Tote - wäre ja sonst auch kein Thriller, oder? -  eine tolle Landschaft und ein originelles Thema. Was da noch fehlt? Eine gute Tasse Tee, eine Decke zum Einkuscheln und ein bequemer Platz zum lesen.
Wenn ihr euch für Thriller, Familiengeschichten und fremde Kulturen (oder auch nur eines davon) interessiert, solltet ihr unbedingt Bekanntschaft mit River, Eve und Nathan schließen.
Ich bin sicher, dass ihr viel Spaß haben werdet.
Aber seid auf der Hut! Man weiß nie so genau, wem man trauen kann. Und ihr wollt ja sicher wieder heil aus Kanada zurück kommen!? :)

❀❀❀❀❀

*Vielen Dank an den Knaur-Verlag für das Leseexemplar!*


Das solltet ihr nicht versäumen



 


Über den Autor


Thomas Thiemeyer, geboren 1963, studierte Geologie und Geographie, ehe er sich selbständig machte und eine Laufbahn als Autor und Illustrator einschlug. Mit seinen Wissenschaftsthrillern und Jugendbuchzyklen, die etliche Preise gewannen, sich über eine halbe Million Mal verkauften und in dreizehn Sprachen übersetzt wurden, ist er mittlerweile eine feste Größe in der deutschen Unterhaltungsliteratur. Der Autor lebt mit seiner Familie in Stuttgart.


Kennt ihr das Buch schon? Oder habt ihr schon andere Bücher von Thomas Thiemeyer gelesen?

Viele Grüße und bis bald,

Kommentare:

  1. Hallo Nadinchen,

    eine wirklich sehr schöne und gelungene Rezension. Wie du weist, hat mir das Buch ja auch sehr gefallen und dank deiner Rezi habe ich die Geschichte nochmals vor Augen gehabt und war wieder an der Seite von River & Nathan - DANKE! Vor allem spürt man auch deine Begeisterung für das Buch in deinen Worten.

    Drück dich und bis bald <3
    Uwe

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Uweeee,
      vielen Dank! Manchmal ist es echt schwer zu sagen, was mir an einem Buch gefallen hat.
      Es freut mich, dass dir die Rezi gefallen hat!

      Drück dich,
      Nadine

      Löschen
  2. Aloha, Nadine.
    Nachdem ich sein "Valhalla" gelesen hatte, war ich definitiv überzeugt davon, daß Thomas diesem Sujet atemraubend Atmosphärisches beilegen würde. Zumal ja der "Western" - sollte hier vielleicht besser "Northern" genannt sein - reich an Varianten ist. Auf einer filmischen Ebene würde ich den Roman durchweg mit 'The Missing" vergleichen wollen. Packend!
    Was eine Fortführung angeht, so würde sich ja anbieten, daß Eve eben in die Fußspuren ihrer Großmutter springt - denke ich. Das Terrain für die Leser wäre bereitet.

    Davor aber steht noch ein weiteres Abenteuer um die Archäoligin Hannah Peters an. Lesestoff, Lesestoff! :-D

    bonté

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Lieber Robert,

      ich muss gestehen, dass ich den Film "The Missing" nie gesehen habe. Sollte ich das ändern?
      Als nächstes werde ich vermutlich erst einmal wieder einen Band aus der Reihe der Chroniken der Weltensucher lesen. Und der letzte Band des verbotenen Eden wartet ebenfalls noch.
      Ach, wenn ich doch nur mehr Zeit hätte :D

      Viele Grüße,
      Nadine

      Löschen
    2. ...Ron Howards Verfilmung des Thomas Eidson-Romans ist ausgesprochen sehenswert, weil vielschichtig angelegt. "The Missing" hat übrigens den Mittelband der Trilogie adaptiert - seltsamerweise.

      bonté

      Löschen