Mittwoch, 9. April 2014

Rezension: Phantasmen

Über das Buch


Autor: Kai Meyer
Erscheinungsdatum: März 2014
Seitenzahl: 400 Seiten
Verlag: Carlsen
ISBN: 9783551582928


Inhalt [Klappentext]

"Eines Tages tauchten sie aus dem Nichts auf - die Geister der Toten. Millionen auf der ganzen Welt, und stündlich werden es mehr. Sie stehen da, bewegungslos, leuchtend, ungefährlich.
An der Absturzstelle eines Flugzeugs, mitten in Europas einziger Wüste, warten zwei junge Frauen auf die Geister ihrer verunglückten Eltern. Rain hofft, die Begegnung wird ihrer jüngeren Schwester Emma helfen, Abschied zu nehmen. Auch Tyler, ein schweigsamer Norweger, ist auf seinem Motorrad nach Spanien gekommen, um ein letztes Mal seine große Liebe Flavie zu sehen.
Dann erscheinen die Geister. 
Doch diesmal lächeln sie. 
Und es ist ein böses Lächeln."
Quelle: www.osiander.de



Meine Meinung

Bisher bin ich mir leider noch nicht so ganz sicher, wie mir das Buch insgesamt gefallen hat. Es gab sowohl positive als negative Seiten.
Besonders gut gefallen hat mir die Thematik. Geister sind auf jeden Fall interessant! Und dann auch noch die Art wie sie erscheinen, was sie machen und wie sie sich entwickeln... Das ist mal etwas ganz Neues und damit wirklich erfrischend.
Der Schreibstil war wie immer typisch Kai Meyer. Es gab jede Menge tolle Zitate und das Buch ließ sich super schnell und einfach lesen. Leider fand ich die Charaktere dieses Mal nicht mal halb so gut wie bei den anderen Büchern. 
Emma, die eigentlich gar nicht DIE Hauptfigur war (zumindest hatte ich das Gefühl, dass es so sein sollte) hat mir am besten von allen gefallen. Sie war meine ganz persönliche Heldin. Tyler dagegen war mir viel zu flach. Bei ihm hat mir einfach viel zu viel gefehlt. Seine Art war komisch, seine Motive waren verwirrend und alles in allem wusste ich einfach nicht so recht, was ich mit ihm anfangen soll. Ich konnte ihn mir irgendwie auch nicht so richtig vorstellen. Seine Beschreibung war für mich immer ein bisschen verwirrend. Zum Ende hin wurde er mir schon sympathischer und es hat sich einiges geklärt, dennoch finde ich ihn seltsam.
Rain hingegen fand ich schon angenehmer. Auch sie war komisch und anfangs wenig zugänglich, im Gegensatz zu Tyler war sie mir aber einfach sympathischer. Außerdem waren ihre Motive eindeutig und sinnvoll. Man konnte gut nachvollziehen, warum sie so war, wie sie eben war. Man konnte sich mit ihr mehr oder weniger identifizieren und sie verstehen. Außerdem hat seine wirklich interessante Entwicklung durchgemacht!

Die Idee hinter der ganzen Geschichte war wirklich gut, aber die Handlung selbst und die Charaktere hätten meiner Meinung nach etwas besser ausgebaut werden können.
Die Geister haben mir an der ganzen Geschichte am besten gefallen. Das war einfach mal wieder etwas Außergewöhnliches und für mich an der Geschichte das einzige wirklich gut Durchdachte. Es gab so viele Wendungen und Verknüpfungen, die absolut unerwartet kamen und damit jede Menge Spannung erzeugt haben. 

Fazit

Wären die Charaktere allgemein etwas sympathischer gewesen und vielleicht etwas besser durchdacht, dann hätte mir das Buch definitiv noch besser gefallen. 
So würde ich das Buch eher im oberen Mittelfeld einordnen, da es außer Emma und den Geistern nichts wirklich Besonderes an sich hatte.
Vielleicht habe ich einfach schon zu viel von Kai Meyer gelesen oder erwarte einfach zu viel von ihm, dieses Buch hat mich aber etwas enttäuscht. 
❀❀❀*

Das solltet ihr nicht versäumen




Kommentare:

  1. Hey =)
    Das Buch klingt auf jeden Fall so interessant, dass ich es auch lesen möchte. Vielleicht habe ich dabei den Vorteil, dass es mein erstes Buch des Autoren wäre und ich daher keine Vergleichsmöglichkeit zu seinen bisherigen Charakteren habe ^^. Ansonsten muss man sagen: Oberes Mittelfeld ist ja gar nicht so schlecht =)

    Liebe Grüße
    Anja

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    1. Dann bin ich ja schon sehr gespannt, wie es dir so gefällt! Ich bin bestimmt einfach zu verwöhnt von Kai Meyer :)
      Genau, oberes Mittelfeld ist ja wirklich nicht schlecht ;)
      Liebe Grüße :)

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  2. Mein Problem bei den Charakteren war weniger Tyler (der war einfach nur blass) und mehr Rain. Ich konnte nicht nachvollziehen, warum sie sich manchmal verhielt, wie sie sich verhielt, und fand vieles davon auch nicht sinnvoll. Ihre Afrika-Geschichte passt für mich da auch nur bedingt rein und die Entwicklung fand für mich auch eigentlich nur darin statt - in ihrem Verhalten Emma gegenüber fand ich sie bis zum Ende anstrengend.

    Insgesamt ist das Buch bei mir aber ähnlich weg gekommen.

    LG

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  3. Huhu!

    Tolle Rezi! Allerdings ging es mir ganz anders. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, auch mit den Charakteren konnte ich einiges anfangen. Allerdings hat ausgerechnet Emma mich am meisten genervt. Aber so gehen die Geschmäcker ausseinander.

    LG, Jade

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