Montag, 20. Januar 2014

Rezension: Wie Monde so silbern

Über das Buch


Autor: Marissa Meyer
Originaltitel: Cinder
Erscheinungsdatum: Dezember 2013
Seitenzahl: 416
Verlag: Carlsen
ISBN:9783551582867

Inhalt [Klappentext]

"Cinder lebt bei ihrer Stiefmutter und ihren zwei Stiefschwestern, arbeitet als Mechanikerin und versucht gegen alle Widerstände, sich nicht unterkriegen zu lassen. Als eines Tages in unauffälliger Kleidung niemand anderes als Prinz Kai an ihrem Marktstand auftaucht, wirft das unzählige Fragen auf: Warum braucht Kai ihre Hilfe? Und was hat es mit dem plötzlichen Besuch der Königin von Luna auf sich, die den Prinzen unbedingt heiraten will? Die Ereignisse überschlagen sich, bis sie während des großen Balls, auf den Cinder sich einschmuggelt, ihren Höhepunkt finden. Und diesmal wird Cinder mehr verlieren als nur ihren Schuh …"

Quelle: http://www.amazon.de/Die-Luna-Chroniken-Band-silbern-inklusive/dp/3551582866

Meine Meinung


Jeder von uns kennt das Märchen von Aschenputtel. Es gibt unzählige Varianten in Büchern, Hörbücher und Hörspiele aber auch viele, viele Filme. Und jetzt gibt es sogar eine Adaption als Jugendbuch.
„Wie Monde so silbern“ ist wie eine neu aufgelegte Aschenputtel-Geschichte, es gibt viele Elemente, die wir bereits kennen, aber auch genau so viel Neues:
Angefangen damit, dass es nicht in der Vergangenheit/Gegenwart sondern in der Zukunft spielt. Irgendwann, in vielen Jahren, wenn die Menschen es geschafft haben Androiden mit Persönlichkeitschips zu erschaffen, und wenn es uns möglich ist bei schlimmen Unfällen die Verwundeten mit Hilfe von Metall wieder komplett bewegungsfähig zu machen. In einer Zukunft, in der es aber immer noch genau so viele Vorurteile gibt.
Wie Monde so silbern spiel ist „Neu-Peking“ im Asiatischen Staatenbund. Für mich war es etwas schwer, mir das vorzustellen und so hat es für mich einfach in einer großen Stadt mit vielen Menschen und natürlich einem Kaiser und dem Prinzen gespielt.
Der Kaiser ist krank, er hat sich mit einer Seuche infiziert, die die Wissenschaftler auch bei diesem Stand der Entdeckungen nicht heilen können.
Und auch ein Kaiser bleibt nun einmal nicht von einer Krankheit verschont.
Sein Sohn, Prinz Kai, erfährt, dass es in Neu-Peking auf einem Markt den besten Mechaniker des Landes geben soll. Um seine defekte Androidin reparieren zu lassen, geht sucht er nach „Cinder“, so soll der Mechaniker heißen. Allerdings rechnet er nicht damit ein jugendliches Mädchen vorzufinden. 
Sie ist die beste ihres Fachs, aber auch ein Cyborg. Und das soll der Prinz am besten nie erfahren. 
Als dann auch noch Cinders Halb-Schwester an der Seuche erkrankt ist das Chaos erstmal komplett.
Es gab wahnsinnig viele Handlungsstränge, die alle sehr stark miteinander verwickelt waren. Alle waren sie interessant und gut verständlich, aber eben sehr viele. Sie waren alle nötig um die Geschichte zu dem zu machen, was sie ist, am Anfang war das ganze aber leicht verwirrend.
Dazu kamen dann die ganzen neuen Ideen - Lunarier, böse Bewohner des Mondes, die eine Allianz mit der Erde schließen wollen, nur um sie am Ende zu unterdrücken, die Androiden, bei denen man das Gefühl hatte, sie wären echte Menschen, Cyborgs, die von den Menschen erschaffen und doch von ihnen verachtet wurden. Und jede Menge chinesisch angehauchte Namen, die ganz schnell mal durcheinander gewirbelt waren.

Die Ideen waren allerdings wirklich alle interessant und gut ausgearbeitet. Am besten gefiel mir die Idee der Lunarier und ihrer Königin, auch wenn durch einige Erklärungen am Anfang schon einer der Handlungsstränge fast aufgelöst wurde, wenn man nur genau genug gelesen hat.


Nichtsdestotrotz bin ich begeistert von diesem Buch und kann es kaum erwarten, den zweiten Band bald in den Händen zu halten. Denn wie zu erwarten war das Ende ein mieser Cliffhanger.

Fazit


Wenn Märchen auf Dystopien treffen, kann das ganz schön daneben gehen. Es kann allerdings auch so etwas wie „Wie Monde so silbern“ entstehen.
Eine altbekannte Geschichte, die komplett neu aufgelegt und ausgearbeitet wurde. Teilweise verändert und teilweise beibehalten ist die Grund-Geschichte und allen bekannt, was genau Cinder und Prinz Kai anstellen und wie das ganze jetzt noch mit Aschenputtel, einem Ball und einem verlorenen Schuh in Verbindung gebracht werden kann, wird so wahnsinnig spannend erzählt, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte!
Für alle Fans von Romantik, Fiktion und nicht wenigen Intrigen ist dieses Buch genau das Richtige!

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Das solltet ihr nicht versäumen

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