Montag, 8. April 2013

Rezension: Das Schicksal ist ein mieser Verräter


Über das Buch


Autor: John Green
Originaltitel: The Fault in Our Stars
Erscheinungsdatum: 30. Juli 2012
Seitenzahl: 288
Verlag: Carl Hanser Verlag
ISBN: 9783446240094

Inhalt [Klappentext]


"„Krebsbücher sind doof“, sagt die 16-jährige Hazel, die selbst Krebs hat. Sie will auf gar keinen Fall bemitleidet werden und kann mit Selbsthilfegruppen nichts anfangen. Bis sie in einer Gruppe auf den intelligenten, gut aussehenden und umwerfend schlagfertigen Gus trifft. Der geht offensiv mit seiner Krankheit um. Hazel und Gus diskutieren Bücher, hören Musik, sehen Filme und verlieben sich ineinander - trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit. Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch. Ein tiefgründiges, emotionales und zugleich freches Jugendbuch über Krankheit, Liebe und Tod."
Quelle: www.amazon.de


Buchtrailer

Meine Meinung


Wie oft habe ich diese Rezension jetzt schon angefangen? Ich weiß es nicht mehr. Ich habe das Zählen aufgegeben.
Aber warum habe ich denn so oft angefangen? Das ist eine einfache Frage: ich glaube einfach nicht, dass das, was ich schreibe, dem Buch gerecht wird. Aber versuchen will ich es jetzt trotzdem noch einmal.
"Das Schicksal ist ein mieser Verräter" war mein erstes Buch von John Green. Oft genug bin ich an "Eine wie Alaska" und "Will und Will" vorbeigelaufen, aber irgendwie haben sie es nie bis zu mir nach Hause geschafft. Bei diesem Buch war das anders. Ich habe es im Laden gesehen und gekauft. Und gelesen.
Und ich war einfach nur baff.
Ich glaube ein Zitat aus Harry Potter passt hier ganz gut.

"Könnt ihr euch vorstellen wie viele Gedanken sich jetzt in Cho`s Kopf tummeln? Sie ist traurig wegen dem Tod von Cedric Diggery, verwirrt weil SIE Harry mag und schuldbewusst weil SIE Harry geküsst hat!". Ron: "So viel kann kein einzelner Mensch fühlen ohne zu explodieren!". Hermine: "Deine Gefühlswelt passt ja auch auf einen Teelöffel!"

Ja, so habe ich mich gefühlt. Nein nicht wie Ron. Sondern so wie Hermine Cho beschreibt.
Ich habe so viel auf einmal gefühlt. Ich wusste gar nicht, dass ich so viele Gefühle habe und sie auch noch alle gleichzeitig da sein können.
Ich war einfach nur überwältigt.
Ich hab geweint, weil es so traurig war. Ich habe gelacht, weil es wirklich witzige Stellen gab. Ich war traurig, weil ich nicht wollte, dass dieses Buch endet. Ich hatte Angst vor dem was mit Hazel und Gus passiert. Ich hatte Mitleid mit allen.
Es war einfach zu viel auf einmal.
Ich weiß nicht, wie John Green es gemacht hat, aber er hat mich mitgerissen. Wirklich mitgerissen. Hinterher gab es kein Zurück. Ich konnte nicht mehr dorthin, wo ich noch vor Anfang des Buches gestanden hatte. Alles hatte sich verändert. Meine gesamte Sichtweise. Auf alles.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und einfach immer super ausformuliert.
Eigentlich weine ich nicht oft bei Büchern, aber dieses Buch... Ich habe mehrere Taschentuchpackungen gebraucht. Und ich habe noch lange über das Buch nachgedacht.
Auch jetzt hat es mich noch nicht so richtig losgelassen. Allerdings glaube ich nicht, dass ich es noch einmal lesen kann.
Vielleicht werde ich mir aber eines der anderen Bücher von John Green besorgen. In der Hoffnung, dass es nicht ganz so traurig, aber trotzdem spannend und mitreißend ist.

Fazit


Dieses Buch ist definitiv nichts für schwache Nerven. Obwohl... Eigentlich ist dieses Buch so toll, dass es gelesen werden muss. Aber leider ist es so traurig, dass es für manche nicht auszuhalten ist.
"Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ist ein Meisterwerk, das unter die Haut geht, das fesselt und nicht mehr loslässt, das selbst die stärksten Menschen schwach werden lässt.
Ich hätte nie geglaubt, dass ich wegen eines Buches so viel weinen könnte. Ich wusste nicht, dass mir das Leben fremder Menschen so nahe gehen kann. Und ich wusste nicht, dass sich meine Sichtweise auch nicht ändern würde, wenn ich weiß, dass alles nur ausgedacht ist.
John Green hat ein Meisterwerk erschaffen, dass es verdient hat gelesen zu werden. Aber bitte nur mit jeder Menge Taschentücher!
❀❀❀❀❀*

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Über den Autor


John Green, 1977 geboren, erlangte bereits mit seinem Debüt Eine wie Alaska (Hanser, 2007) Kultstatus unter jugendlichen Lesern. Das Buch wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. war es für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Darauf folgten die Jugendromane Die erste Liebe (nach 19 vergeblichen Versuchen) (2008) und Margos Spuren (2010), ebenfalls nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis und ausgezeichnet mit der Corine. Inzwischen wird Green mit Philip Roth und John Updike verglichen. Er lebt mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn in Indianapolis.

Kommentare:

  1. Also den Titel des Buches "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" finde ich einfach total ansprechend. Ich denke, ich werde es auch mal lesen oder ?
    LG
    Olivia

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    1. Hallo Olivia,
      Ich kann dir dieses Buch wirklich nur empfehlen!
      Mich konnte es so sehr begeistern, deshalb glaube ich nicht, dass du damit viel falsch machen kannst!
      Viel Spaß beim Lesen.
      Liebe Grüße,
      Quietschie

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