Sonntag, 7. Oktober 2012

Rezension: Die Bücherdiebin


Über das Buch:

Autor: Markus Zusak
Originaltitel: The Book Thief
Erscheinungsdatum: 7. September 2009
Seitenzahl: 608
Verlag: Blanvalet
ISBN: 9783442373956


Inhalt:

Molching bei München. Hans und Rosa Hubermann nehmen die kleine Liesel Meminger bei sich auf - für eine bescheidene Beihilfe, die ihnen die ersten Kriegsjahre kaum erträglicher macht. Für Liesel jedoch bricht eine Zeit voller Hoffnung, voll schieren Glücks an - in dem Augenblick, als sie zu stehlen beginnt. Anfangs ist es nur ein Buch, das im Schnee liegen geblieben ist. Dann eines, das sie aus dem Feuer rettet.

Eine Diebin zu beherbergen, wäre halb so wild, sind die Zeiten doch ohnehin barbarischer denn je. Doch eines Tages betritt ein jüdischer Faustkämpfer die Küche der Hubermanns ...

»Die Bücherdiebin« erzählt von kleinen Freuden, großen Tragödien und der gewaltigen Macht der Worte. Eine der dunkelsten und doch charmantesten Stimmen und eine der nachhaltigsten Geschichten, die in jüngster Zeit zu vernehmen waren.





Heute möchte ich euch eines meiner Lieblingsbücher vorstellen.
Ich habe es schon sooo oft gelesen und finde es doch immer wieder gut!
Da habe ich die Gelegenheit genutzt und es dieses Mal auf englisch gelesen.

Das Cover gefällt mir sehr gut! Man sieht den Tod mit einem Mädchen an der Hand. Ich finde es wirklich sehr passen und ich glaube ausgesucht habe ich mir das Buch damals genau deswegen.
Es ist so schlicht, aber damit so schön, dass man einfach wissen möchte, worum es geht.
Besonders gut gefällt mir auch, dass der Tod die Geschichte von Liesel Meminger erzählt und es immer wieder Anmerkungen von ihm gibt. Unter anderem:

„Bitte bleibt ruhig. Ich tue nur so. Ich bin nicht gewalttätig. Ich bin nicht bösartig. Ich bin das Ergebnis.“

"Was ist schlimmer als ein Junge, der dich hasst?
Ein Junge, der dich liebt."

Es gibt ja nun wirklich nicht wenige Romane, die sich mit der Zeit des Dritten Reiches beschäftigen, aber dieser gefällt mir einfach am besten.
Liesel, die mit ihrem Bruder bei den Hubermanns aufgenommen werden soll, erlebt schon als junges Mädchen schreckliche Dinge.
Ihr Vater war „Kommunist“ - ein Wort mit dem Liesel nichts anfangen kann, von dem keiner spricht und welches ihr von niemandem erklärt wird.
Durch den Tod ihres Bruders auf dem Weg nach Molching begegnet Liesel dem Tod zum ersten Mal. Und sie stiehlt auch ihr erstes Buch: „Das Handbuch für Totengräber“.

In Molching angekommen ist Liesel am Boden zerstört. Ihr Bruder ist tot. Ihre Mutter ist fort. Und Rosa Hubermanns liebste Bezeichnung für sie ist „Saumensch“. Doch zum Glück gibt es Hans. Hans ist Akkordeon-Spieler und hat bereits den ersten Weltkrieg miterlebt.
Durch ihn beginnt Liesel ihr Schicksal anzunehmen und sich einzuleben. Bald lernt sie Rudi kennen und es dauert nicht lange bis sie beste Freunde werden. 
Rudi ist ein wirklich toller Charakter! Markus Zusak hat es geschafft ihn zu einer Person zu machen, die man glaubt zu kennen und die einen doch immer wieder überrascht!
Bald darauf kommt Max nach Molching.
Er ist Jude und wird im Keller der Hubermanns versteckt. Ein sehr gefährliches Unterfangen in zweierlei Hinsicht. Einen Juden zu verstecken ist schwer genug, ihn aber trotz Rationierung des Essens mit zu versorgen umso schwieriger. 
Max wird zu einem sehr guten Freund von Liesel und liest regelmäßig mein Kampf. Eines Tages fragt sie ihn, ob das Buch denn so gut sei. Daraufhin antwortet er, es sei das beste Buch überhaupt, denn es hat sein Leben gerettet.
Doch Max wird es übermalen und zwei wunderschöne Werke werden entstehen. „Der Überstehmann“ und die „Worteschüttlerin.“
Und das beste an Mein Kampf ist vermutlich, dass es auch Liesels Leben rettet.
Falls ihr wissen wollt, wie und warum, kann ich euch nur empfehlen das Buch zu lesen!


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Kommentare:

  1. Antworten
    1. Danke :)
      Ich freue mich immer sehr wenn meine Rezensionen gefallen! :)

      Liebe Grüße :)

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