Montag, 17. September 2012

Rezension: Eragon

Über das Buch:


Autor: Christopher Paolini
Originaltitel: The Eldest
Erscheinungsdatum: 10. Oktober 2005
Seitenzahl: 864
Verlag: cbt
ISBN: 9783570304280


Inhalt:

Dunkelheit bricht herein ...
Schwerter klirren aufeinander ...
Das Böse regiert.

Der erste Teil von Angelas Prophezeiung ist eingetreten. Sie hatte geweissagt, dass die gewaltigen Mächte des Landes darum ringen würden, den Willen und das Schicksal des jungen Drachenreiters Eragon zu beherrschen. Wie auch immer dieser Machtkampf ausgehen sollte - er würde blutig werden. Und tatsächlich: In der Schlacht gegen König Galbatorix und seine Urgal-Armee schlägt sich Eragon zwar erfolgreich auf die Seite der Varden, Elfen und Zwerge. Doch die Auseinandersetzung um Farthen Dûr kostet Unzählige das Leben. Auch der Vardenkönig Ajihad stirbt. In seiner letzten Stunde erteilt er Eragon den Auftrag, über sein Volk zu wachen. Eine Bürde, die schwer auf Eragons Schultern lastet …






Das Cover finde ich auch beim zweiten Teil sehr schön. Dieses Mal ist ein roter Drache darauf abgebildet und das lässt vermuten, dass es einen weiteren Drachen und damit Drachenreiter geben muss...
Ich finde den zweiten Teil gut gelungen.
Zum einen gibt es eine Einführung, die das Geschehen des ersten Teils zusammen fasst.
Außerdem verfolgt der Leser in diesem Tel nicht nur Eragon sondern auch Roran und an einigen Stellen Nasuada.
Dass Roran in diesem Teil so viel Aufmerksamkeit bekommen hat, hat mir sehr gut gefallen. Ich mochte Roran schon im ersten Teil wirklich gern und so war es schön wieder von ihm zu lesen - dieses Mal mit einer viel größeren Rolle.
Leider muss ich aber dazusagen, dass Chrisopher Paolini bei dieser großen Rolle etwas mehr auf den Charakter hätte eingehen können. Im ersten Teil war Rorans Rolle eher klein, aber man hat eigentlich mehr von ihm erfahren als in diesem Teil.
Roran wirkt in diesem Teil leider ziemlich einseitig. Er kämpft mit einem Hammer. Er liebt Katrina und will sie beschützen, und nachdem sie von den Ra‘Zac entführt wurde möchte er sie befreien. Er will die Ra‘Zac bekämpfen. Er ist sauer auf Eragon. Viel mehr erfahren wir leider nicht über ihn und das ist wirklich schade.
Allerding war es gut, dass man Eragons, Rorans und Nasuadas Handlungen verfolgen konnte, da man so einen Überblick über die Geschehnisse bekommen hat.
Eragons Ausbildung in Ellesméra wird zwar sehr detailliert beschrieben, war aber nie wirklich langweilig, da man erst Oromis und Glaedr kennenlernt und später auch die äußerst schwierige Beziehung zu Arya von immer größerer Bedeutung ist.
Angelas Prophezeiung spielt für Eragon eine große Rolle und als er erfährt, dass Arya die Tochter von Königin Islazandi ist wird ihm klar, dass Angela recht hatte. Und ihm wird klar, dass er keine Möglichkeit hat seinem Schicksal zu entkommen...


„Aber vom Selbstmord einmal abgesehen, kann man eigentlich nichts tun, um sein Schicksal zu ändern, da man nicht weiß, welche Entscheidungen einen zu dem bestimmten Punkt führen, den man gesehen hat.“ (S. 209)


Natürlich hat auch Saphira wieder eine große Rolle. Sie ist vor allem eine Art Gewissen für Eragon und durch ihre enge Verbundenheit steht sie ihm in jeder Situation bei.

"Denk nicht zu viel darüber nach, riet sie ihm. Du kannst es ohnehin nicht ändern und fühlst dich nur noch schlechter, wenn du ständig grübelst. Lebe in der Gegenwart und hab keine Angst vor der Zukunft, denn sie existiert nicht und wird es auch nie tun. Es gibt nur das Jetzt." (S. 474)

Bereits am Anfang des Buches ist klar, die Schlacht in Frathen Dûr war nicht seine letzte. Als er - noch in Ellesméra - erfährt, dass Surda und damit auch Nasuada und die Varden bedroht werden, entschließen er und Saphira sich aufzubrechen, um den Varden zu Hilfe zu eilen.


Ist die Zeit zum Kämpfen gekommen, Eragon?, fragte Saphira mit einem merkwürdig formellen Ton in der Stimme.
Er wusste, was sie meinte: War die Zeit gekommen, das Imperium direkt herauszufordern, es mit allem, was ihnen zur Verfügung stand, zu bekämpfen und dabei bis an die Grenzen ihrer Möglichkeiten zu gehen, so lange, bis Galbatorix tot zu ihren Füßen lag? War die Zeit für einen Kampf gekommen, den zu beenden Jahrzehnte dauern konnte?
Ja, die Zeit war gekommen. (S. 706)


Überraschenderweise schließen sich auch die Urgals den Varden an. Das sorgt zwar erst einmal für Verstimmung und Verwirrung bei den Varden, ohne sie wäre die Schlacht jedoch bald verloren gewesen.
Kurz vor dem Ende der Schlacht taucht ein Drache mit Reiter am Himmel auf. Doch nein, es ist nicht Galbatorix.

[Wenn ihr den zweiten Teil noch nicht kennt solltet ihr besser diese Passage überspringen und erst bei „Fazit“ wieder einsetzen. Ich möchte euch wirklich nicht das Ende vorwegnehmen!]

Nein es sind Murthag und Dorn. Murthag ist ein Drachenreiter. Und er ist Eragons Bruder. Und das bedeutet: Morzan ist Eragons Vater. Für Eragon und auch jeden Leser ist diese Offenbarung vor allem überraschend.
Irgendwie war es ja zu erwarten, dass etwas Unerwartetes geschehen würde, aber komisch zu lesen war es für mich trotzdem...
Allerdings ist dies ein wunderbarer Cliffhanger. Denn ich möchte nun super gern wissen, wie es weitergeht und kann es kaum erwarten den nächsten Band in den Händen zu halten.


Dann hob er den Helm vom Boden auf und stieg auf seinen Drachen. Er schaute kein einziges Mal zu Eragon zurück, als Dorn in die Hocke ging, die Flügel ausbreitete und in Richtung Norden vom Plateau abhob. Erst als der Drache hinterm Horizont verschwand, löste sich die Magie, die Eragon und Saphira gefangen gehalten hatte. 
Saphiras Klauen schlugen klackend auf dem Felsboden auf, als sie landete. Sie kroch zu Eragon hinüber und stupste mit der Schnauze seinen Arm an. Alles in Ordnung, Kleiner?
Ja. Aber nichts war in Ordnung und sie wusste es.
Eragon trat an den Rand des Plateaus und blickte auf die brennenden Steppen und den Ausgang der Dinge herab. (S. 832)


Fazit:

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es war wieder einmal jede Menge Spannung und Action dabei und auch ein bisschen Liebesgeschichte. Manche Passagen waren zwar langatmig und überflüssig, wurden aber von anderen wunderschönen Passagen und vielen schönen Zitaten überschattet!

Deshalb bekommt dieses Buch von mir insgesamt:
❀❀❀❀


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